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August 20, 2016

„Tracken“ & was du über’s Kalorien zählen wissen solltest !

Tracken“ ist den meisten in der Fitness- und Bodybuildingszene ein Begriff. Viele versuchen durch Smartphone-Apps ihre tägliche Kalorienaufnahme zu ermitteln, einzuhalten und sich so zielgerecht zu ernähren. Aber ist diese Art und Weise ein gesunder Lebensstil und lässt sich das ganze in den Alltag integrieren ?

Was bedeutet „Kalorien Tracken“ ?

Das englische Wort “(to) track” heißt übersetzt soviel wie „zurückverfolgen“ oder „aufspüren“. Im deutschen Sprachgebrauch und auch in der internationalen Fitnessszene, ist mit „tracken“ das so genannte „Macro tracking“ gemeint, dass die Lebensmittelaufzeichnung in Apps oder Ernährungstagebücher beschreibt. Durch das Aufzeichnen von Art und Menge der zugeführten Lebensmittel, können die täglichen Makro- und Mikronährstoffe sehr genau bestimmt werden. Ziel dieses Vorgehens ist es, seinen Bedarf und ein bestimmtest Verhältnis der Makronährstoffe so genau wie möglich einzuhalten, um seinem Ziel (Fettabbau oder Muskelaufbau) zu erreichen.

Sollte es Dir schwer fallen Deinen täglichen Bedarf zu bestimmen oder den richtigen Ernährungsplan zu erstellen, solltest Du bei den Coachings vorbeischauen ! 

Wie soll ich das in meinen Alltag integrieren ?

Mahlzeiten tracken

Für den ein oder anderen ist diese Vorgehensweise total absurd. Wie soll man in einem aktiven, hektischen Alltag auch noch auf seine Kalorien und Nährwerte achten ? Das ständige abwiegen und eintragen in Apps oder Notizbücher, kann mitunter eine schnelle Routine werden, aber dennoch nimmt es immer etwas Zeit in Anspruch. Die meisten Lebensmittel und viele Restaurants haben mittlerweile die Nährwerte zu ihren Produkten im Internet verfügbar oder händigen diese auf Nachfrage an den Kunden aus, das macht es sehr leicht, seine Kalorien im Überblick zu behalten.

Macht dieses Vorgehen nicht krank ?

Schnell kann es aber auch zu einer Sucht oder einem Zwang werden, alles was man zu sich nimmt zu „tracken“ und so seinen Alltag rund um die Ernährung zu gestalten. Es wird schwieriger Auswärts zu essen und Lebensmittel auf die man Lust hat, werden gemieden da sich nicht in das gewählte Nährwert-Profil passen. Die Angst zu viel oder zu wenig zu essen wird ein ständiger Begleiter.

Essstörung

Wenn du merkst, dass du deine Nahrung nur nach Makro- und Mikronährstoffe oder Kalorien auswählst und du dich ununterbrochen mit Essen beschäftigst, dann ist diese Methode für dich kein Zugewinn, sondern eher zusätzlicher Stress.

Jeder Mensch ist unterschiedlich und für den einen funktioniert diese Methode, für den anderen wird es zur Qual. Die Gesundheit (seelisch und körperlich) sollte immer im Vordergrund stehen.

Was Du beachten solltest !

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass dieses Prinzip vielleicht nicht zu dir passt oder du es einfach zu lange gemacht hast und es dich viel zu sehr stresst:

  • Du wiegst alles so genau wie möglich ab, selbst Salat und grünes Gemüse muss aufgezeichnet werden
  • Die Lebensmittelwaage wird auf Reisen mitgenommen
  • Du denkst den ganzen Tag über dein Essen nach und beschäftigst dich ununterbrochen mit deinen Makronährstoffen und Kalorien
  • Da einige Nahrungsmittel nicht in deine Vorgaben passen, meidest Du diese Lebensmittel obwohl du vermutlich Lust daruf hast
  • Du versuchst nicht mehr auswärts zu essen und vermeidest soziale Kontakte

Sollte Dir eine dieser Anzeichen bekannt vorkommen, ist es sinnvoll, das Kalorien zählen für eine Weile zu unterbrechen. Eine Pause vom „tracken“ wirkt wie ein Urlaub für die Seele und hilft dabei wieder zu seinem normalen Hunger- und Sättigungsgefühl zu finden. Auch Profi- und Wettkampfbodybuilder nehmen sich oft eine Auszeit von der strikten Ernährung, nachdem sie Ihren Wettkampf bestritten haben und entfernen diese Apps von ihrem Smartphone um sich einem normalen Essverhalten wieder anzunähern.

Wenn Du aber über einen längeren Zeitraum alleine daran scheiterst, suche Dir professionelle Hilfe (z.B. bei der BZgA).


[1] Stewart, T.M. / Williamson D.A. / White M.A. (2002). Rigid vs. flexible dieting: association with eating disorder symptoms in nonobese women. Appetite, Vol. 38, Iss. 1, p. 39-44.

[2] Aragon, A. (2011). The Dirt on Clean Eating. http://www.wannabebig.com/diet-and-nutrition/the-dirt-on-clean-eating/

[3] Mann et al. (2007). Medicare’s Search for Effective Obesity Treatments: Diets Are Not the Answer. American Psychologist, Vol. 62, Iss. 3, p. 220-233.

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Dominic


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